Das Symphonische Blasorchester Dromersheim in der Pfarrkirche St. Peter und Paul
Foto: Karlheinz Lamby

Musik im Advent“ – Konzert des Symphonischen Blasorchesters Dromersheim in der Pfarrkirche St. Peter und Paul am 15. Dezember 2019: Die Besucher wurden schon vor Beginn des eigentlichen Konzertes durch den musikalischen Nachwuchs in weihnachtliche Stimmung versetzt, sodass die Wartezeit in der mittlerweile überfüllten Kirche auf das Konzert wie im Flug verging. Nach der Begrüßung startete das Symphonische Blasorchester unter Dirigent Julian Metzger fulminant mit dem Pilgerchor aus der Oper Tannhäuser von Richard Wagner.

Wie ausdrucksvoll symphonische Blasmusik sein kann, durften die Konzertbesucher in „Kiki’s Delivery Service“ erleben. Das Werk des japanischen Komponisten Joe Hisaishi geht auf die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs zurück und wurde von den Dromersheimern musikalisch bravourös umgesetzt. Das vielbesagte Gespür des Spannungsbogens eines Konzertes beherrschten Dirigent und Orchester auch in diesem Jahr wieder aufs feinste.

Foto: Karlheinz Lamby

Weihnachtlich-feierlich erklang „Sweet Bells Fantasy“, eine Fantasie über das bekannte deutsche Weihnachtslied „Süßer die Glocken nie klingen“. Das Werk begann mit einer feierlichen Eröffnung, die das thematische Material in ein harmonisch farbenreiches Gewand kleidete und schließlich in einem klangprächtigen Grandioso münden ließ. Für stehende Ovationen in der Konzertmitte sorgte die Ernennung von Richard Lunkenheimer zum Ehrenmitglied des Vereins unter anderem für sein herausragendes Engagement als langjähriger Vizedirigent.

Das kurzweilige Konzert setzte mit der Musik zu dem monumentalen Steven Spielberg-Film „Der Soldat James Ryan“ und der dazugehörigen Komposition von dem großen amerikanischen Filmmusikkomponisten John Williams „Hymn to the Fallen“ ein weiteres Glanzlicht. Das Dromersheimer Orchester ergriff dabei das Publikum mit der Botschaft, Frieden zu bewahren mit voller Kraft und Intensität.

Foto: Karlheinz Lamby

Auch im nächsten Stück, „Echoes of San Marco“, zeigten Dirigent, Musiker und Konzertarrangeure, was ein Dromersheimer Konzert im Advent ausmacht. Majestätische Blechbläserfanfaren von zwei verschiedenen Orten auf der Empore im hinteren Teil der Kirche eröffneten das Werk. Mehrere Ensemblegruppen bildeten Blechbläserchöre, während Klarinetten und Flöten, diesmal besetzt mit Alt- und Bassquerflöte, die Echos mit geheimnisvollen Cluster-Akkorden verlängerten. Das Werk endete in der fantastischen Akustik der Peter- und Paulkirche triumphierend mit einer großen Hymne.

Das Symphonische Blasorchester Dromersheim verabschiedete sich mit einem außergewöhnlichen Werk von Gustav Mahler, dem „Adagio“ aus der Sinfonie Nr. 3. Es war tatsächlich eine ganze Welt voller Emotionen, die sich dem Hörer in dieser gigantischen Sinfonie eröffnete. Das Symphonische Blasorchester Dromersheim übertraf sich selbst bei dieser musikalischen Höchstleistung, die keinen Zuhörer mehr auf seinem Platz ließ. Dieses Konzert werden Besucher und Musiker noch lange in guter Erinnerung mit sich tragen.